Häufig gestellte Fragen (FAQ)

geoKOAX Erdwärmetauschtechnologie
Worin unterscheidet sich die geoKOAX von herkömmlichen Doppel-U-Sonden?

Kern der geoKOAX-Erdwärmetausch-Technologie ist die passive Verwirbelung. Der permanente Wechsel von laminarer zu turbulenter Strömung steigert den Wärmeübergangskoeffizienten (WÜK) bei einer 3m langen Sonde um 20%, bei 10m Länge um bis zu 100%. (Quelle: RWTH Aachen)

Die Aufnahmefläche für die Erdwärme über den Mantel der Sonde ist etwa doppelt so groß wie jene herkömmlicher Erdsonden. Zudem verfügt die geoKOAX-Sonde über ein bis zu 6,5-fach größeres Volumen an Wärmeträgerflüssigkeit. Das mit einer besonderen Wärmeträgerflüssigkeit befüllte Koaxialrohr fungiert dabei als Energiespeicher und ermöglicht eine temperaturkonstante Abgabe der gewünschten Energie an die Wärmepumpe.

Das innovative System gewährleistet somit ein deutlich effizienteres Heizen und Kühlen von Gebäuden als dies mit herkömmlichen Sonden der Fall wäre.

Wo erhalte ich die geoKOAX?

Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Angebot unter info@geokoax.de. Wir rufen Sie gerne an, wenn Sie das wünschen, oder informieren Sie schriftlich.

Kann ich auch in einer bohrtiefenbegrenzten Region die geoKOAX nutzen?

Ja, geoKOAX ist die Lösung für Projekte in bohrtiefenbegrenzten Regionen, ohne Einschränkung des wirtschaftlichen Nutzens. Die patentrechtlich geschützte geoKOAX-Erdwärmetausch-Technologie erlaubt die Nutzung oberflächennaher Geothermie bereits ab einer Bohrtiefe von nur 9 m.

Welche Genehmigungsverfahren gelten für die Einrichtung von Erdwärmeheizungen?

Bauvorhaben für Anlagen der oberflächennahen Geothermie müssen bei der zuständigen Wasserbehörde (Untere Wasserrechtsbehörde, zum Beispiel Kreisverwaltungsamt) angezeigt werden. Diese Behörde stellt dann, bevor mit den Bohrarbeiten begonnen werden darf, eine wasserrechtliche Erlaubnis für diese Anlagen aus.

Besonders in Gebieten mit sogenannten Bohrtiefenbegrenzungen kommt die innovative Technologie der geoKOAX-Erdsonde zum Tragen: Sie erlaubt energie-effizientes Heizen und Kühlen selbst bei geringen Bohrtiefen.

(Quelle: Rechtliche Grundlagen für die Genehmigung geothermischer Anlagen, GtV Bundesverband Geothermie)

Sind Geothermieanlagen umweltverträglich?

Erdwärmeanlagen sind nicht nur umweltverträglich, vielmehr sind sie die Antwort auf die gesetzlichen Vorgaben zum Einsparen von Energie. Im Gegensatz zu fossilen und nuklearen Energieträgern entstehen bei Geothermie-Anlagen keine Umweltbelastungen durch Abbau, Transport, Aufbereitung oder Lagerung von Brennstoffen. (Quelle:"Ökologische Aspekte", GtV Bundesverband Geothermie)

Ohne Erdwärme sind ehrgeizige CO2-Einsparungen nicht zu realisieren.

Wie finde ich ein passendes Bohrunternehmen für den Einbau einer geoKOAX?

Gerne helfen wir Ihnen ein für Sie passendes Bohrunternehmen zu finden. Senden Sie uns einfach Ihre unverbindliche Anfrage an info@geokoax.de – wir rufen Sie gerne zurück.

Ist Geothermie förderfähig?

Ja, denn es gibt ein allgemeines volkswirtschaftliches und ökologisches Interesse sich von fossilen Energiequellen unabhängig zu machen. Staatliche Förderprogramme gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Für Privatpersonen sind insbesondere die Angebote der KfW zum energie-effizienten Sanieren interessant: Neubau oder ErsterwerbSanierung von Bestandsbauten). Für Unternehmen hält die KfW ebenfalls ein Energie-Effizienz-Programm bereit.

(Quelle: "Förderung", GtV Bundesverband Geothermie)

Welche Bohr- und Einbau-Tiefe benötigt eine Erdwärmeanlage mit geoKOAX ?

Die Bohr- und Einbautiefe einer Erdwärmeanlage mit geoKOAX wird grundsätzlich durch 4 Faktoren bestimmt:

- Leistungsanforderung der Wärmepumpe (kW), die sich wiederum nach den Energiebedarf des Gebäudes richtet (Heizen, Warmwasser, Kühlen),

- der jährlichen Betriebsstunden der Wärmepumpe,

- der geologischen und hydrologischen Gegebenheiten am Bohrort und den damit eventuell verbundenen Vorgaben der Behörden (z.B. Bohrtiefenbegrenzungen),

- der zur Verfügung stehenden Fläche für die benötigten Bohrpunkte.

Diese Fragen werden im Voraus, in der Projektierung durch das geoKOAX-Team in Zusammenarbeit mit den angeschlossenen Bohrunternehmen und Geologen sowie mit den Behörden vor Bohrbeginn abgeklärt.

Kann ich mit einer geoKOAX-geothermischen Anlage auch kühlen?

Erdwärme ist eine Energie, die wie jede andere Energie sowohl zum Heizen und Kühlen verwandt werden kann.

Wenn die im Zusammenhang mit dem geoKOAX-System verbundene Sole-Wasser-Wärmepumpe für den Kühlbetrieb vorbereitet ist oder durch Zusatzaggregate dafür ausgerüstet wird, lässt sich jedes Gebäude über die vorhandenen Heiz-/Kühlflächen effizient und energetisch günstig aktiv und passiv kühlen.

(Quellen: geoKOAX GmbH, BDH Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik)

Wie funktioniert das Kühlen eines Hauses mit der geoKOAX?

Die Kühlung erfolgt in der Regel über Flächenheizung (Fußbodenheizung, Deckenheizung/Kühldecken, Gebläseradiatoren) mit der Sole-Wasser Wärmepumpe. Dabei unterscheidet man zwischen aktiver und passiver Kühlung:

Passives Kühlen: Der Kühlkreislauf der Wärmepumpe (Kompressor) ist abgeschaltet, nur die Umwälzpumpe arbeitet kosteneffizient, umweltfreundlich und nachhaltig. Durch die Zirkulation der Trägerflüssigkeit in den geoKOAX-Erdwärmesonden wird die Wärme aus dem Haus in die Sonden und ins Erdreich abgeleitet und Kühlung bereitgestellt.

Aktives Kühlen: Wenn größerer Kühlbedarf besteht, kann der Kompressor der Wärmepumpe zugeschaltet werden und im umgekehrtem Kreislauf - wie ein Kühlschrank - Kälte produzieren. Die aktive Kühlung von Geothermie-Anlagen ist effizienter als die von Air Conditioning-Anlagen.

Bei der aktiven Kühlung kontrolliert ein Zusatzmodul den Niedrigtemperaturbereich und den Feuchtigkeitsgehalt im Gebäude um ein Kondensieren (Taupunktunterschreitung) auszuschließen.

Bei separaten Heiz-/Kühl-Kreisen im Gebäude ist ein gleichzeitiges Heizen und Kühlen möglich.

Bivalentes Kühlen: Eine weitere Möglichkeit zur Kühlung ist die Kombination aus geoKOAX Erdwärme-Sondenanlage mit einer Anlage für kontrollierte Wohnraumbelüftung mit Wärmerückgewinnung.

(Quellen: geoKOAX GmbH, BDH Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, Danfoss A/SZehnder Group Deutschland GmbH)

Sind Geothermische Anlagen wartungsintensiv?

geoKOAX Speichersonden sind so konzipiert und werden vor und während des Einbaus sowie vor der Inbetriebnahme so kontrolliert, dass sie anschließend nie wieder gewartet werden müssen. Dabei ist es durch die patentierte Entlüftungsleitung jederzeit möglich, Trägerflüssigkeiten innerhalb der Sonden zu entnehmen und zu kontrollieren und sogar komplett auszutauschen.

Ist Heizen mit einer Wärmepumpe gegenüber anderen Wärmeerzeugern günstiger?

Ja, denn die Praxis zeigt, dass je nach Anlagenart zwischen 30 % und 70 % eingespart werden kann. Dies ist möglich, weil die Wärmepumpe nur ca. 25 % Antriebsenergie benötigt, die restlichen 75 % bekommen Sie von der Natur kostenlos dazu. Bei einer Preiserhöhung für Öl, Gas oder Strom wirkt sich diese Verhältnis für Ihre Kosten auch nur zu einem Viertel der Kostensteigerung aus.

(Quelle: geothermiekontor.de, http://www.geothermiekontor.de/fragen-zur-erdwarme/)

Man hört doch immer wieder von Erdwärmeheizungen, die nicht richtig funktionieren. Kann das sein?

Wird das Heizsystem an den notwendigen Bedarf richtig ausgelegt bzw. die Wärmequelle korrekt berechnet, so kann dies in der Praxis nicht vorkommen. Vielmehr sind oft Kostendruck und Unerfahrenheit im Umgang mit einer Erdwärmeheizung die Ursache.

Da die geokOAX nicht zu den offenen Geothermie-Systeme gehört, sind grundwasser- oder geologisch bedingte Störungen ausgeschlossen.

(Quelle: geothermiekontor.dehttp://www.geothermiekontor.de/fragen-zur-erdwarme/)

Eine Wärmepumpe “frisst” doch nur Strom?

Jeder moderne Wärmeerzeuger benötigt heute Strom, ob nun für den Antrieb von Lüftern, Pumpen, Öl Vorwärmung, Förderschnecken, Zündung und und und. Aber nur die Wärmepumpe schafft es aus lediglich ca. einem Viertel Energieeinsatz (Strom) Ihr Haus wohlig warm zu beheizen. In Verbindung mit der geoKOAX-Erdwärmetauschtechnologie – sie ermöglicht eine höhere Vorlauftemperatur - können Sie sogar mit lediglich einem Fünftel Energieeinsatz Ihr Haus heizen und zu kühlen. Der eingesetzte Strom wird zu 100 % in die Wärmeleistung investiert. Darum ist die Umweltbilanz einer Wärmepumpe deutlich besser als die von konventionellen Wärmeerzeugern.

 Prinzip WP2

 

(Quellen: BWP, http://www.geothermiekontor.de/fragen-zur-erdwarme/)

Gewinne ich durch eine geothermische Anlage?

Ja, denn die Wärmepumpe hat gegenüber Öl- oder Gasheizungen viele Vorteile. Letztendlich heizt eine geothermische Anlage bis zu 70% günstiger. Außerdem benötigen Sie weder Schornstein noch Öltank, keine Abgasmessung und selten eine Wartung.

- Sie verringern Ihren CO2- Footprint erheblich.
- Sie gewinnen in puncto Verbraucher-Akzeptanz
- Sie gewinnen im Segment der „Green label“

(Quelle: geothermiekontor.dehttp://www.geothermiekontor.de/fragen-zur-erdwarme/)

Geothermie*

* Quelle: mit freundlicher Genehmigung von Dr. Markus O. Häring, Geschäftsführer Geo Explorers Ltd in "33 Antworten zur Geothermie", GtV Bundesverband Geothermie

Was ist Erdwärme?

Erdwärme ist die im Erdinneren gespeicherte Wärme immensen Umfangs, die jedoch nur zu einem verschwindend kleinen Anteil genutzt werden kann. Im Kern der Erde werden Temperaturen von bis über 5000°C angenommen. Nur gerade ein Tausendstel der Erdmasse, nämlich die obersten 3 Kilometer sind kühler als 100°C. In der Erdkruste, welche unter Kontinenten durchschnittlich 30 Kilometer dick ist, nimmt die Temperatur pro 100 Meter um etwa 3 Grad zu. Von der Oberfläche strahlt Erdwärme mit einem mittleren Wärmestrom von 0,065 Watt pro Quadratmeter in den Weltraum ab.

Wie entsteht Erdwärme?

Ein Teil dieser Wärme entstand bei der Zusammenballung der Erde aus kosmischem Staub vor rund 4,5 Milliarden Jahren und ist bis heute vorhanden. Ein großer Teil der Wärme wird jedoch laufend durch den natürlichen Zerfall der Isotope Kalium-40, Thorium und Uran erzeugt und erhält den Wärmevorrat trotz dauernder Abstrahlung von Wärme in den Weltraum aufrecht.

Wie viel Erdwärme gibt es in Deutschland?

Der schon mit heutigen technischen Mitteln erschließbare Untergrund bringt eine Energiereserve, welche den gesamten Energiebedarf auf hunderte von Jahren nachhaltig sicherstellen kann. Die Beschränkung liegt nicht bei der vorhandenen Erdwärmemenge, sondern bei der Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Erschließungstechniken. Erdwärme ist auch in Deutschland eine regenerative Ressource.

Wie groß ist die Erdwärmereserve der Welt?

Die nutzbare – mit heutiger Tiefbohrtechnik erschließbare – Energiereserve wird weltweit auf das rund 30-fache sämtlicher fossiler Reserven (Kohle, Gas und Öl) geschätzt. Aufgrund der zukünftig erschließbaren Mengen kann die Erdwärmereserve als unerschöpflich betrachtet werden. Die Hitze im Erdinneren ist der Motor, der seit über 4 Milliarden Jahren Kontinente verschiebt, sämtliche Gebirge der Welt auftürmt und Vulkane speien lässt. Natürliche radioaktive Zerfallsprozesse im Erdinneren erhalten die Temperatur seit Milliarden von Jahren.

Wann ist Erdwärme verfügbar?

Erdwärme ist immer verfügbar. Im Gegensatz zu anderen nachhaltigen und CO2-freien Energiequellen ist die Nutzung weder von Tageszeit noch von Wetter oder Klima abhängig. Sie kann jederzeit nach Bedarf und nicht nur nach Angebot gebraucht werden.

Wo ist Erdwärme verfügbar?

Anders als die fossilen Reserven sind Erdwärmereserven praktisch an jedem Ort der Erde vorhanden.

Wie kann man Erdwärme speichern?

Mit einer geoKOAX–Erdwärmespeichersonde kann Erdwärme gespeichert und verwaltet werden.

Kann man Erdwärme transportieren?

Ja, zum Beispiel mit Fernwärmeleitungen. Aber da Erdwärme an fast jedem Punkt der Erde verfügbar ist, entfallen lange Transportwege. Transportdistanzen wie für Erdöl und Erdgas oder auch Elektrizität braucht es nicht. Kaum ein Primärenergieträger kann so nahe dem Verbraucher gewonnen werden wie Geothermie.

Wie wird Erdwärme gewonnen?

Erdwärmesonden sind geschlossene Rohrsysteme, die schon mit wenigen Bohrmetern in den Boden eingebracht werden. Das zirkulierende Wasser in dem Rohrsystem entzieht dem umgebenden Boden Wärme. Mit einer Wärmepumpe wird die Wärme dem Sondenkreislauf entzogen, auf ein höheres Temperaturniveau gebracht und zur Beheizung oder Kühlung von Gebäuden gebraucht.

Entstehen bei der Nutzung Schadstoffe?

Da keine Verbrennung stattfindet, werden keine Abgase freigesetzt. Die Wärmegewinnung ist ein physikalischer und kein chemischer Prozess.

Schont Erdwärme die Umwelt mehr als Heizöl?

Ja, es handelt sich nicht nur um eine CO2-freie Energiequelle, sondern auch um eine einheimische Quelle, welche umweltbelastende Transporte überflüssig macht.

Trägt Erdwärme zur Erwärmung der Erde bei?

Nein. Mit jeder geothermischen Installation, welche einen Verbrennungsprozess ersetzt, wird die Atmosphäre von künstlich erzeugten Abgasen entlastet.

Kühlt Erdwärmenutzung die Erde ab?

Im Nahbereich einer Erdwärmesonde kühlt der Fels um einige Grade vom ursprünglichen Temperaturniveau ab. Durch das entstandene Temperaturgefälle wird aber ein Wärmefluss erzeugt, sodass sich schon nach wenigen Betriebsjahren ein neues nachhaltiges Temperaturniveau einregelt, das eine Nutzung auf unbeschränkte Zeit ermöglicht.
Im Gegensatz zur Förderung fossiler Ressourcen erholen sich genutzte Erdwärmereservoire wieder. Erdwärmesonden können unbedenklich installiert und betrieben werden können.

Hat die Erdwärmenutzung einen negativen Effekt auf das Pflanzenwachstum?

Mit dem Gebrauch der Erdwärme wird keine für Flora und Fauna benötigte Energie entzogen. Bis in eine Tiefe von rund 20 Metern wird die Bodentemperatur durch die Sonneneinstrahlung und die mittlere Temperatur der Klimazone dominiert. Das Pflanzenwachstum wird vollständig von diesen Einflüssen bestimmt. Der Erdwärmefluss ist zu gering, um in diesem Tiefenbereich eine messbare Temperaturveränderung zu bewirken. Eine Senkung der Erdtemperatur in tieferen Bereichen ist an der Oberfläche nicht feststellbar.

Macht Förderung Lärm?

Nein. Auf jeden Fall nicht mehr als jedes andere Heizsystem. Da in keinem der Systeme Dampf produziert und abgelassen wird, sind beim Betrieb keine übermäßigen Lärmemissionen zu befürchten.

Wie lange reichen die Erdwärmereserven?

Die Reserve an sich ist nach menschlichem Ermessen unerschöpflich. Die erschließbare Reserve ist eine Frage der jeweiligen technischen und wirtschaftlich vertretbaren Möglichkeiten. Nach heutigem Stand der Technik wird das global erschließbare Wärmereservoir auf das 30-fache sämtlicher fossiler Energiereserven geschätzt.

Wie stark wird Erdwärme in Deutschland bereits genutzt?

Die Zahl der mit Erdwärme versorgten Haushalte in Deutschland nimmt jährlich stark zu. Etwa 350.000 Erdwärmepumpen sind deutschlandweit bereits in Betrieb.

Kann man sich auf Erdwärme alleine verlassen?

Erdwärme ist die zuverlässigste aller Energiequellen. Sie steht jederzeit nach Bedarf zur Verfügung. Der weit überwiegende Teil der Erdwärmesonden-Anlagen sind monovalente Heizsysteme, also Systeme, die keine andere Heizquelle miteinbeziehen. Im Gegenteil dazu stehen andere Systeme, wie z.B. Luft-Wärmepumpen und solarthermische Heizsysteme, die auf unterstützende konventionelle Systeme angewiesen sind.

Gibt es ein Unfallrisiko?

In der Betriebsphase einer geothermischen Anlage gibt es keine spezifischen Unfallrisiken. Während der Bohrphase bestehen abschätzbare und kontrollierbare Risiken.

Gibt es Explosionsgefahren?

Es ist verboten Erdwärmesonden in geschlossenen Räumen zu erstellen. Bei Erdwärmesonden, die ins Freie verlegt sind, besteht keine Explosionsgefahr.

Können bei Stimulationsmaßnahmen kleine Erdbeben ausgelöst werden?

Mit Injektion von Wasser in den Untergrund wird lokal der Porendruck im Gestein erhöht. Dadurch werden bestehende Haarrisse und Klüfte im Gestein erweitert. Dies erzeugt lokale Instabilitäten, die sich in kleinen Erschütterungen äußern und mit hochempfindlichen Geräten in Bohrlöchern registriert werden können. Die bei der Injektion verwendete Energie ist im Gegensatz zu spürbaren Erdbeben verschwindend klein. Natürliche Kleinstbeben werden in vielen Regionen täglich registriert. Es ist nicht auszuschließen, dass mit einer lokalen Porendruckänderung eine aufgestaute Gebirgsspannung vorzeitig gelöst wird. In einem solchen Falle kann ein seismisches Ereignis mit der Injektion von Wasser in Zusammenhang gebracht werden, ein Ereignis das jedoch ohne Fremdeinwirkung nach einem weiteren Spannungsaufbau und einer umso größeren Relaxationsenergie zu einem späteren Zeitpunkt eingetreten wäre.

Ist Erdwärme teurer als Heizöl?

Die Erschließung von Erdwärme verursacht höhere Investitionskosten als eine konventionelle Heizung. Die Betriebskosten sind jedoch niedriger, da die Beschaffung von Brennstoffen wegfällt. Trotz tiefer Erdöl und Erdgaspreise können Erdwärmesonden-Anlagen wirtschaftlich bereits konkurrieren. Müssten bei den konventionellen Heizsystemen die externen Kosten (CO2, NOx) mitberücksichtigt werden, wären Erdwärmesonden-Anlagen heute schon günstiger. Bei den Investitionskosten sind mit der Entwicklung weiterhin starke Kostensenkungen zu erwarten. Insbesondere in der Tiefbohrtechnik sind massive Produktionssteigerungen, das heißt Kostensenkungen zu erwarten.

Lässt sich mit Erdwärme Energie sparen?

Ja. Bei einer konventionellen Verbrennungsheizung ist systembedingt mit einem Verlust von rund 20 % zu rechnen. Bei der Wärmegewinnung aus Erdwärme treten hingegen keine nennenswerten Wärmeverluste auf. Die Gesamtenergiebilanz ist wesentlich besser als bei fossilen Brennstoffen, da der gesamte „ökologische Rucksack“ der langen Transportwege entfällt. Die Produktionskette bei der Wärme wie bei der Stromproduktion ist extrem kurz, da jeglicher Zwischenschritt der vor- oder nachgelagerten Speicherung entfällt. (Vorgelagerte Speicherung: Lagerhaltung von Kohle, Öl, Kernbrennstoffen, Speicherseen; Nachgelagerte Speicherung: Batterien, Pumpspeicher, back-up Kraftwerke) .

Wie viel Platz beansprucht Erdwärmenutzung?

Sehr wenig. Der größte Teil der Anlage befindet sich unsichtbar unter der Erde. Meist zeugt nur ein Schachtdeckel von der Anwesenheit einer Bohrung. Die Größe der oberirdischen Apparaturen ist ähnlich zu konventionellen Verbrennungssystemen. Erdwärmesonden-Anlagen brauchen sogar deutlich weniger Platz, da Tankräume gänzlich entfallen.

Welche Bedeutung hat Erdwärme für Deutschland?

Die Geothermie bietet in Deutschland die Möglichkeit eine regenerative Energieversorgung mit einer einheimischen Ressource zu entwickeln. Außerdem kann es durch weitere Forschung gelingen die Chance der Erdwärmegewinnung in weltweit führender Position weiterzuentwickeln. Das weltweit große Potential ermöglicht es das Know-how gewinnbringend zu exportieren.

Welche Bedeutung hat Erdwärme weltweit?

Solange die fossilen Brennstoffe noch billig sind, wird die Entwicklung der Erdwärmenutzung auf einem beschränkten Niveau fortschreiten. Sämtliche Prognosen, auch aus der Erdölindustrie selbst, deuten jedoch auf scharfe Preiszunahmen in Zukunft. Dies tritt ein wenn die noch stets zunehmende Förderung von Erdöl abzuflachen beginnt, der globale Energiebedarf aber weiterhin steigt.

Planungssicherheit
Gibt es eine Geothermie-Lösung, die überall einsetzbar ist, auch in bohrtiefenbegrenzten, sensiblen Regionen?

Ja, die geoKOAX ist die Lösung für Projekte in bohrtiefenbegrenzten Regionen. Dabei müssen Sie keinerlei Einschränkung des wirtschaftlichen Nutzens in Kauf nehmen – im Gegenteil. Die patentrechtlich geschützte geoKOAX-Erdwärmetausch-Technologie erlaubt die Nutzung oberflächennaher Geothermie bereits ab einer Bohrtiefe von nur 9m. Dies ermöglicht es Planern und Bauherren im Rahmen des wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren individuell auf die Vorgaben der Behörden zu reagieren.

Hat die geoKOAX-Technologie schon andere Geothermie-Projekte vor dem Realisierungs-Aus gerettet?

Ja, es gibt zahllose Beispiele, in denen Bohrunternehmen oder Planer/Bauherren die geoKOAX-Erdwärmespeichersonde als verlässliche, planungssichere Technologie schätzen gelernt haben, nachdem die Ursprungsplanung mit alternativen Systemen erfolgt war. Typische Situationen sind:

- das Grundstück ist zu klein, um den Energiebedarf mit herkömmlichen Sonden zu decken

- Behörden verordnen Bohrtiefenbegrenzungen, nachdem man verschiedentlich auf gespanntes Wasser stieß

Die geoKOAX sichert auch Ihr Projekt vor dem Realisierungs-Aus. Sprechen Sie uns an: info@geokoax.de.

Welche Genehmigungsverfahren gelten für die Einrichtung von Erdwärmeheizungen?

Bauvorhaben für Anlagen der oberflächennahen Geothermie müssen bei der zuständigen Wasserbehörde (Untere Wasserrechtsbehörde, zum Beispiel Kreisverwaltungsamt) angezeigt werden. Diese Behörde stellt dann, bevor mit den Bohrarbeiten begonnen werden darf, eine wasserrechtliche Erlaubnis für diese Anlagen aus.

Besonders in Gebieten mit sogenannten Bohrtiefenbegrenzungen kommt die innovative Technologie der geoKOAX-Erdwärmespeichersonde zum Tragen: Sie erlaubt energie-effizientes Heizen und Kühlen selbst bei geringen Bohrtiefen.

(Quelle: Rechtliche Grundlagen für die Genehmigung geothermischer Anlagen, GtV Bundesverband Geothermie)

Welche Tiefe erfordert das Einbringen der geoKOAX-Erdwärmespeichersonde?

Die Bohr- und Einbautiefe einer Erdwärmeanlage mit geoKOAX wird grundsätzlich durch 4 Faktoren bestimmt:

- Leistungsanforderung der Wärmepumpe (kW), die sich wiederum nach den Energiebedarf des Gebäudes richtet (Heizen, Warmwasser, Kühlen),

- der jährlichen Betriebsstunden der Wärmepumpe,

- der geologischen und hydrologischen Gegebenheiten am Bohrort und den damit eventuell verbundenen Vorgaben der Behörden (z.B. Bohrtiefenbegrenzungen),

- der zur Verfügung stehenden Fläche für die benötigten Bohrpunkte.

Diese Fragen werden im Voraus, in der Projektierung durch das geoKOAX-Team in Zusammenarbeit mit den angeschlossenen Bohrunternehmen und Geologen sowie mit den Behörden vor Bohrbeginn abgeklärt.

Sind Geothermie-Heiz- und Kühlsysteme verlässlich?

Wird das Heizsystem an den notwendigen Bedarf richtig ausgelegt bzw. die Wärmequelle korrekt berechnet, so sind diese Anlagen verlässlich und ohnehin wartungsarm.

Da die geokOAX nicht zu den offenen Geothermie-Systemen gehört, sind grundwasser- oder geologisch bedingte Störungen ausgeschlossen.

Die erfahrenen, zertifizierten Partnerunternehmen der geoKOAX (z.B. nach W120) übernehmen in der Umsetzung das Bohren, Teufen und das Befüllen der Sonden sowie das Verfüllen und Verpressen des Bohrlochs. Die Anbindearbeiten erfolgen bis an die Kellerinnenwand und unterliegen der geoKOAX- Qualitätssicherung. geoKOAX ist verlässlich.

Ist Erdwärme immer und überall verfügbar?

Erdwärme ist immer verfügbar. Im Gegensatz zu anderen nachhaltigen und CO2-freien Energiequellen ist die Nutzung weder von Tageszeit noch von Wetter oder Klima abhängig. Sie kann jederzeit nach Bedarf und nicht nur nach Angebot gebraucht werden. Anders als die fossilen Reserven sind Erdwärmereserven praktisch an jedem Ort der Erde vorhanden.

Kann man sich auf Erdwärme alleine verlassen?

Erdwärme ist die zuverlässigste aller Energiequellen. Sie steht jederzeit nach Bedarf zur Verfügung. Der weit überwiegende Teil der Erdwärmesonden-Anlagen sind monovalente Heizsysteme, also Systeme, die keine andere Heizquelle mit einbeziehen. Im Gegenteil dazu stehen andere Systeme, wie z.B. Luft-Wärmepumpen und solarthermische Heizsysteme, die auf unterstützende konventionelle Systeme angewiesen sind.

Benötigt eine Erdwärmeanlage viel Platz?

Nein, eine solche Anlage benötigt deutlich weniger Platz als alle anderen Heiz- und Kühlsysteme im Haus, da Serviceflächen für Tanksysteme etc. und Schornsteine entfallen. Der größte Teil der Anlage befindet sich unsichtbar unter der Erde. Meist zeugt nur ein Schachtdeckel von der Anwesenheit einer Bohrung. Die Größe der oberirdischen Apparaturen ist ähnlich zu konventionellen Verbrennungssystemen.